NFA (US) regulierte Forex Broker im Vergleich

Verfasst von Christopher Lewis
Christopher Lewis
Christopher Lewis ist ein professioneller Trader und Autor, der sich auf den Handel mit Forex und Kryptowährungen spezialisiert hat.
, | Übersetzt von Afggen Butt
Afggen Butt
Afggen Butt ist Redakteur und Übersetzer mit großem Interesse an Investitionen, Finanzmärkten und Kryptowährungen. Er ist Chefredakteur der deutschen Version von RationalFX.
, | Aktualisiert:

Die National Futures Association (NFA) spielt eine zentrale Rolle auf den Derivatemärkten der Vereinigten Staaten, insbesondere bei der Aufsicht über den außerbörslichen Retail-Forex-Handel. Wer in den USA Forex handeln möchte, sollte prüfen, ob die konkrete Gesellschaft bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert und Mitglied der NFA ist. Dieser Leitfaden erläutert die Bedeutung der NFA-Regulierung, die Geschichte und heutige Rolle der Organisation, die Registrierungsbedingungen sowie die Vor- und Nachteile eines NFA-regulierten Brokers. Für Anleger mit Wohnsitz in Deutschland ist zusätzlich entscheidend, welche Konzerngesellschaft ihr Vertragspartner wird und ob sie Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen in Deutschland erbringen darf. Eine NFA-Mitgliedschaft ersetzt keine erforderliche deutsche oder europäische Erlaubnis beziehungsweise Notifizierung. Den Status können Sie in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen.

Christopher Lewis ist ein in den USA ansässiger Forex-Händler und Analyst, der während aller Handelssitzungen und mit allen Währungspaaren handelt. Er liefert Prognosen, Videos und Signale an große Plattformen wie DailyForex.com, FXEmpire.com und Investing.com
Expertenmeinung von Christopher Lewis:
Die National Futures Association (NFA) in den USA ist die Selbstregulierungsorganisation für die US-Derivatemärkte. Sie beaufsichtigt den Handel mit börsengehandelten Futures und Optionen, den Retail-Forex-Handel außerhalb der Börse sowie außerbörsliche Swaps. Sie arbeitet unter der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC).

Im Folgenden finden Sie einen Vergleich bekannter Broker-Marken mit NFA-registrierten US-Gesellschaften. Maßgeblich sind stets die konkrete Gesellschaft, ihre Registrierungskategorie und das tatsächlich verfügbare Produktangebot.

Broker mit NFA-regulierten US-Gesellschaften

Offenlegung: Unsere Website kann Affiliate-Links enthalten und wir können durch Registrierungen eine Provision verdienen – ohne zusätzliche Kosten für Sie. Wir empfehlen nur lizenzierte, von Experten geprüfte Handelsplattformen, und unsere Tests und Bewertungen bleiben gemäß einer strengen Methodik unabhängig.

Unser 8-Schritte-Leitfaden zur Wahl eines Forex-Brokers

  • Regulierung und Zulassung prüfen (z. B. FCA, ASIC).
  • Handelskosten prüfen: Spreads, Kommissionen, Swaps.
  • Ausführungsqualität vergleichen: Slippage, Fills, Ordertypen.
  • Plattformen und Tools prüfen: MT4/MT5, cTrader, TradingView.
  • Risikokontrollen sicherstellen: Stop-Loss, garantierte Stops, Negativsaldoschutz.
  • Ein- und Auszahlungen prüfen: lokale Optionen, Gebühren, Bearbeitungszeiten.
  • Research, Schulung und Benachrichtigungen bewerten.
  • Sicherheit und Support priorisieren: segregierte Kundengelder, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Supportzeiten.

Broker verglichen nach Spread

Vergleich der Einzahlungsmethoden von FX-Brokern

Marke Mindestanlage
Plus500 Verfügbar $10
eToro Verfügbar 50 $ oder 100 $ je nach Land (10 $ für das Vereinigte Königreich)
Forex.com Nicht verfügbar $100
Charles Schwab Nicht verfügbar $0
Oanda Nicht verfügbar $0 ($25 for Trustly, Visa, Mastercard)
Interactive Brokers Nicht verfügbar $0

Forex-Broker nach Regulierungsbehörde

Marke Maximaler Hebel
Plus500 Verfügbar 1:30 (ASIC | Privatkundenkonto), 1:30 (CySEC | Privatkundenkonto), 1:30 (FCA | Privatkundenkonto), 1:30 (FMA | Privatkundenkonto), 1:300 (Profikonto), 1:30 (DFSA), 1:300 (FSAS), 1:20 (MAS), 1:300 (SCB)
eToro Verfügbar 1:30 (CySEC | Privatkundenkonto), 1:400 (FSAS | Privatkundenkonto), 1:400 (CySEC | Profikonto)
Forex.com Verfügbar 1:30 (ASIC), 1:50 (CFTC), 1:200 (CIMA), 1:30 (CIRO), 1:30 (CySEC), 1:30 (FCA), 1:200 (MAS), 1:400 (Profikonto), 1:25 (JFSA)
Charles Schwab Nicht verfügbar N/V
Oanda Nicht verfügbar N/V
Interactive Brokers Nicht verfügbar 1:30 (ASIC | IBKR Lite), 1:30 (CBI | IBKR Lite), 1:30 (FCA | IBKR Lite), 1:25 (JFSA | IBKR Lite), 1:20 (MAS | IBKR Lite), 1:500 (Profikonto)

Verfügbarkeit von Forex-Broker-Plattformen

Marke Zu handelnde FX-Paare
Plus500 Nicht verfügbar Proprietary Mobile, Proprietary Web
eToro Nicht verfügbar Eigenständig
Forex.com Verfügbar MetaTrader 4, MetaTrader 5
Charles Schwab Nicht verfügbar Eigenständig
Oanda Verfügbar MetaTrader 4, TradingView
Interactive Brokers Nicht verfügbar Proprietary Mobile, Proprietary Web

Umfassender Vergleich von Brokern mit NFA-regulierten US-Gesellschaften

Marke Min. Einzahlung Handelsplattformen Spread Regulierung Trustpilot
$10
  • Proprietary Mobile
  • Proprietary Web
AVG 0.8 Pips
  • CFTC (Vereinigte Staaten)
  • CySEC (Zypern)
  • DFSA (Vereinigte Arabische Emirate)
  • EFSA (Estland)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • FMA (Neuseeland)
  • FSAS (Seychellen)
  • FSCA (Südafrika)
  • JFSA (Japan)
  • MAS (Singapur)
  • SCB (Bahamas)
  • ASIC (Australien)
50 $ oder 100 $ je nach Land (10 $ für das Vereinigte Königreich)
  • eToro App
  • eToro CopyTrader
  • eToro Investing
AVG 1.1 Pips
  • CySEC (Zypern)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • FSRA (Vereinigte Arabische Emirate)
  • FinCEN (Vereinigte Staaten)
  • FINRA (Vereinigte Staaten)
  • FSAS (Seychellen)
  • GFSC (Gibraltar)
  • AMF (Frankreich)
  • MFSA (Malta)
  • SEC (Vereinigte Staaten)
  • ASIC (Australien)
$100
  • MetaTrader 4
  • MetaTrader 5
  • Forex.com
AVG 1.3 Pips
  • CFTC (Vereinigte Staaten)
  • CIMA (Kaimaninseln)
  • CIRO (Kanada)
  • CySEC (Zypern)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • JFSA (Japan)
  • MAS (Singapur)
$0
  • Thinkorswim
  • Schwab
AVG 1.4 Pips
  • CFTC (Vereinigte Staaten)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • FINRA (Vereinigte Staaten)
  • MAS (Singapur)
  • SEC (Vereinigte Staaten)
  • HKSFC (Hongkong)
$0 ($25 for Trustly, Visa, Mastercard)
  • MetaTrader 4
  • Oanda Web
  • TradingView
AVG 1.4 Pips
  • CFTC (Vereinigte Staaten)
  • CIRO (Kanada)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • JFSA (Japan)
  • KNF (Polen)
  • MAS (Singapur)
  • MFSA (Malta)
  • ASIC (Australien)
  • BVIFSC (Britische Jungferninseln)
$0
  • Proprietary Mobile
  • Proprietary Web
MIN 0.2 Pips
  • CFTC (Vereinigte Staaten)
  • CIRO (Kanada)
  • FCA (Vereinigtes Königreich)
  • JFSA (Japan)
  • MAS (Singapur)
  • HKSFC (Hongkong)
  • ASIC (Australien)
  • SEBI (Indien)
  • CBI (Irland)

Warum sind Vorschriften für den Forex-Handel so wichtig?

Der Forex-Handel ist aufgrund der möglichen Hebelwirkung und der teilweise hohen Marktvolatilität mit erheblichen Risiken verbunden. Ohne angemessene aufsichtsrechtliche Kontrolle können Trader zudem betrügerischen Geschäftspraktiken, Interessenkonflikten und Gegenparteirisiken ausgesetzt sein. Regulierung verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Schutz der Trader: Broker müssen verbindliche Verhaltens-, Offenlegungs- und Finanzanforderungen erfüllen.
  • Betrugsprävention: Strenge Compliance-Standards sollen betrügerisches und unethisches Verhalten verhindern oder frühzeitig erkennbar machen.
  • Marktintegrität: Aufsicht und Durchsetzungsmaßnahmen sollen Marktmanipulationen entgegenwirken und geordnete Abläufe fördern.
  • Nachvollziehbarkeit: Klare Informationen zu Kosten, Risiken und Handelsbedingungen erleichtern fundierte Entscheidungen.

NFA-regulierte Broker unterliegen umfangreichen Standards. Eine Regulierung ist jedoch keine Garantie gegen Verluste und beseitigt weder Markt- noch Gegenparteirisiken vollständig.

Geschichte der NFA

Die National Futures Association nahm 1982 ihre Tätigkeit als Selbstregulierungsorganisation für die US-Derivatebranche auf. Ihre formelle Anerkennung als Registered Futures Association durch die CFTC erfolgte bereits 1981. Die Organisation arbeitet unter der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und soll Marktteilnehmer vor Betrug und anderen Regelverstößen schützen.

Wichtige Meilensteine:

  • 1982: Die NFA nimmt ihre regulatorische Tätigkeit auf.
  • 2000 und 2008: US-Gesetze erweitern die Registrierungs- und Mitgliedschaftspflichten für Gegenparteien und Vermittler im Retail-Forex-Geschäft.
  • 2010: Die CFTC führt umfassende Regeln für außerbörsliche Retail-Forex-Transaktionen ein. Dazu gehören Registrierungs-, Offenlegungs-, Kapital- und Sicherheitsleistungsanforderungen.

Heute ist die NFA ein wesentlicher Bestandteil der US-Aufsichtsstruktur für Futures, Optionen, außerbörslichen Retail-Forex-Handel und bestimmte Swap-Aktivitäten.

Die NFA heute

Die NFA arbeitet als Selbstregulierungsorganisation unter der Aufsicht der CFTC. Ihr Hauptziel besteht darin, Marktteilnehmer zu schützen und die Integrität der von ihr beaufsichtigten Derivatemärkte zu stärken. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören:

  1. Registrierung und Mitgliedschaft: Unternehmen, die als Gegenpartei oder Vermittler im US-Retail-Forex-Geschäft auftreten – darunter viele Forex-Broker, die in den USA tätig sind – müssen je nach Geschäftsmodell bei der CFTC registriert und NFA-Mitglied sein. Für bestimmte anderweitig beaufsichtigte Institute gelten Ausnahmen.
  2. Überwachung und Durchsetzung: Die NFA kontrolliert die Einhaltung ihrer Vorschriften und kann bei Verstößen Disziplinarmaßnahmen verhängen.
  3. Information und Aufklärung: Die Organisation stellt Tradern Werkzeuge und Informationen zur Prüfung von Anbietern und Risiken zur Verfügung.
  4. Streitbeilegung: Die NFA bietet Schieds- und Mediationsverfahren für bestimmte Streitigkeiten zwischen Kunden und Mitgliedern an.

Diese Aufgaben tragen zu nachvollziehbaren Geschäftsabläufen und einer wirksameren Aufsicht auf den US-Derivatemärkten bei.

Registrierungs- und Mitgliedschaftsbedingungen sowie Kosten

Das Verfahren zur CFTC-Registrierung und NFA-Mitgliedschaft – häufig verkürzt als NFA-Lizenz bezeichnet – ist anspruchsvoll und soll dazu beitragen, dass grundsätzlich nur seriöse Broker Zugang zum regulierten US-Markt erhalten. Die konkreten Anforderungen hängen von der Registrierungskategorie und dem Geschäftsmodell ab. Zu den zentralen Vorgaben gehören:

Finanzielle Anforderungen

  • Mindestkapital: Forex Dealer Members müssen grundsätzlich ein bereinigtes Nettokapital von mindestens 20 Millionen USD vorhalten. Abhängig von der Höhe ihrer Verpflichtungen gegenüber Kunden können zusätzliche Kapitalanforderungen gelten.
  • Qualifizierte Konten und liquide Vermögenswerte: Broker müssen ausreichende zulässige Vermögenswerte bei qualifizierten Instituten vorhalten. Kundengelder aus außerbörslichen Retail-Forex-Transaktionen genießen jedoch nicht dieselbe gesetzliche Trennung und insolvenzrechtliche Vorrangstellung wie Kundengelder im börsengehandelten US-Futures-Geschäft.
  • Liquiditätsmanagement: Broker müssen ihre Liquidität so steuern, dass sie Kundenverpflichtungen und Auszahlungen auch bei erhöhter Marktvolatilität erfüllen können.

Betriebliche Anforderungen

  • Transparenz: Broker müssen verständliche und zutreffende Informationen über ihre Dienstleistungen, Gebühren und Handelsbedingungen bereitstellen. Irreführende Werbung und unvollständige Kostenangaben können aufsichtsrechtliche Konsequenzen haben.
  • Risikoaufklärung: Kunden müssen über mögliche Verluste und die besonderen Risiken des außerbörslichen Forex-Handels informiert werden. Dazu gehören insbesondere Hebel-, Liquiditäts-, Ausführungs- und Gegenparteirisiken.
  • Compliance-Verantwortung: Broker müssen klare Zuständigkeiten und Kontrollverfahren einrichten, um die Einhaltung der CFTC- und NFA-Vorgaben zu überwachen und festgestellte Mängel zu beheben.
  • Regelmäßige Berichterstattung: Broker müssen der NFA und gegebenenfalls der CFTC Finanz-, Kapital- und Betriebsdaten innerhalb der vorgeschriebenen Fristen übermitteln.

Kosten

  • Registrierungsgebühren: Abhängig von der beantragten Kategorie fallen Gebühren für die Registrierung von Unternehmen und verantwortlichen Personen an.
  • Jährliche Mitgliedsbeiträge: Die Höhe der wiederkehrenden Beiträge und Umlagen richtet sich unter anderem nach der Mitgliedskategorie und der aufsichtsrechtlichen Einordnung des Unternehmens.
  • Prüfungs- und Compliance-Kosten: Broker tragen die internen und externen Kosten für Dokumentation, Kontrollen, Berichterstattung und die Vorbereitung auf aufsichtsrechtliche Prüfungen.
  • Investitionen in Technologie und Infrastruktur: Sichere IT-Systeme, belastbare Handelsplattformen und zuverlässige Meldeprozesse sind erforderlich, um die Daten-, Aufzeichnungs- und Berichtsstandards einzuhalten.

Die finanziellen und organisatorischen Anforderungen stellen für Broker einen erheblichen Aufwand dar. Sie sollen sicherstellen, dass NFA-Mitglieder über angemessene Kapital-, Kontroll- und Risikomanagementstrukturen verfügen. Daraus lässt sich jedoch keine Garantie für die Zahlungsfähigkeit oder die Qualität eines Brokers ableiten.

So prüfen Sie Registrierung und Mitgliedschaft

Vor einer Kontoeröffnung sollten Sie den regulatorischen Status der konkreten Broker-Gesellschaft prüfen. Die NFA stellt hierfür die Datenbank BASIC (Background Affiliation Status Information Center) bereit. Dort können Sie Registrierungsdaten und öffentlich verfügbare aufsichtsrechtliche Informationen abrufen:

  1. Rufen Sie die NFA-Website auf: Gehen Sie zu https://www.nfa.futures.org und öffnen Sie die BASIC-Datenbank.
  2. Suchen Sie nach dem Unternehmen: Geben Sie den vollständigen Namen der Gesellschaft oder ihre NFA-ID ein.
  3. Prüfen Sie die Angaben: Kontrollieren Sie den aktuellen Registrierungs- und Mitgliedschaftsstatus, die Geschäftskategorien sowie öffentlich ausgewiesene Disziplinarmaßnahmen.
  4. Gleichen Sie die Daten ab: Vergleichen Sie Firmenname, Anschrift, Website und NFA-ID mit den Angaben auf der Website und in den Vertragsunterlagen des Brokers.

Diese Prüfung reduziert das Risiko, an nicht registrierte Anbieter oder Nachahmer-Websites zu geraten. Sie ersetzt jedoch keine Bewertung der Kosten, Handelsbedingungen und finanziellen Risiken.

Eingeschränkte Handelsinstrumente

Welche Instrumente US-Privatkunden angeboten werden dürfen, hängt von ihrer rechtlichen Einordnung, dem Handelsplatz und der Registrierung des jeweiligen Anbieters ab. Nicht jedes NFA-Mitglied darf automatisch sämtliche Derivate oder außerbörslichen Produkte anbieten. Die folgenden Kategorien erfordern besondere Aufmerksamkeit:

  • Spot-Forex

    Beim Spot-Forex geht es um den Kauf und Verkauf von Währungspaaren zu aktuellen Kursen. Im US-Retailgeschäft erfolgt der Handel meist außerbörslich, wobei der Forex-Händler regelmäßig als Gegenpartei auftritt. Spreads, Finanzierungskosten, Ausführungsregeln und mögliche Interessenkonflikte sollten daher genau geprüft werden.

  • Binäre Optionen

    Binäre Optionen sind in den USA nicht pauschal durch die NFA verboten. Außerbörsliche binäre Optionen auf Rohstoffe oder Währungen dürfen US-Privatkunden jedoch grundsätzlich nicht über beliebige Internetplattformen angeboten werden. Zulässige Produkte müssen die jeweiligen US-Vorgaben erfüllen und beispielsweise an einem von der CFTC anerkannten Handelsplatz angeboten werden.

  • Exotische Instrumente

    Für „exotische Instrumente“ besteht keine einfache, allgemeingültige NFA-Verbotsliste. Ob ein Produkt verfügbar ist, hängt von seiner regulatorischen Einordnung, der Zulassung des Anbieters und dessen internen Risikogrenzen ab. Bei wenig liquiden oder komplexen Produkten können höhere Spreads, stärkere Kursschwankungen und zusätzliche Ausführungsrisiken auftreten.

  • Andere verbotene Instrumente

    Bestimmte außerbörsliche Rohstoffoptionen, nicht genehmigte gehebelte Transaktionen und Produkte außerhalb des zulässigen Geschäftsbereichs eines Anbieters dürfen Privatkunden nicht angeboten werden. Entscheidend ist daher nicht allein die Produktbezeichnung, sondern auch, wer das Instrument anbietet und über welchen Handelsplatz die Transaktion abgewickelt wird.

Produktbeschränkungen und Zulassungsvorgaben können die Markttransparenz verbessern und besonders problematische Angebote begrenzen. Sie machen komplexe oder gehebelte Finanzinstrumente jedoch nicht automatisch sicher.

Hebelgrenzen

Ein wichtiges Merkmal der US-Regulierung sind die Sicherheitsleistungsanforderungen für den außerbörslichen Retail-Forex-Handel. Aus ihnen ergeben sich feste Obergrenzen für den maximal verfügbaren Hebel:

  • Für Transaktionen in bestimmten Hauptwährungen beträgt die Mindestsicherheitsleistung 2 %, entsprechend einem maximalen Hebel von 1:50.
  • Für andere Währungstransaktionen beträgt die Mindestsicherheitsleistung 5 %, entsprechend einem maximalen Hebel von 1:20.

Für CFD-Privatkunden in Deutschland gelten nach der BaFin-CFD-Maßnahme dagegen grundsätzlich maximal 1:30 für Hauptwährungspaare und 1:20 für andere Währungspaare. Hinzu kommen unter anderem Margin-Glattstellungs- und Negativsaldoschutz. Hebelgrenzen können Verlustrisiken reduzieren, schließen hohe oder vollständige Verluste des eingesetzten Kapitals aber nicht aus.

Vorteile des Handels mit von der NFA regulierten Brokern

Die Nutzung eines ordnungsgemäß registrierten NFA-Mitglieds bietet einen klar definierten aufsichtsrechtlichen Rahmen. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:

  • Finanzielle Mindeststandards: Forex Dealer Members müssen umfangreiche Kapital- und Liquiditätsvorgaben erfüllen. Die für außerbörslichen Retail-Forex gehaltenen Gelder genießen allerdings nicht denselben gesetzlichen Insolvenzschutz wie segregierte Kundengelder im börsengehandelten Futures-Geschäft.
  • Strenge Aufsicht: Die NFA prüft ihre Mitglieder und kann bei Regelverstößen Auflagen, Geldbußen, Suspendierungen oder andere Disziplinarmaßnahmen verhängen.
  • Transparente Abläufe: NFA-Mitglieder müssen Angaben zu Handelsbedingungen, Kosten, Risiken und möglichen Interessenkonflikten machen.
  • Zugang zur Streitbeilegung: Für bestimmte Streitigkeiten stehen Schieds- und Mediationsverfahren der NFA zur Verfügung.
  • Begrenzte Hebelwirkung: Sicherheitsleistungs- und Produktvorgaben können das Risiko übermäßig großer Positionen begrenzen, verhindern Verluste jedoch nicht.
  • Überprüfbarer Status: Registrierung, Mitgliedschaft und öffentlich ausgewiesene Disziplinarmaßnahmen können über BASIC kontrolliert werden. Eine NFA-Mitgliedschaft ist dennoch kein Qualitätsversprechen oder Schutz vor jedem Ausfallrisiko.

Fazit

Die National Futures Association ist ein wichtiger Bestandteil der US-amerikanischen Derivateaufsicht und überwacht unter anderem NFA-Mitglieder im Futures-, Options- und außerbörslichen Retail-Forex-Geschäft. Ein ordnungsgemäß registrierter Broker unterliegt verbindlichen Kapital-, Offenlegungs-, Berichts- und Verhaltenspflichten. Diese Vorgaben schaffen einen nachvollziehbaren regulatorischen Rahmen, können Handelsverluste oder die Insolvenz eines Anbieters jedoch nicht ausschließen.

Vor der Kontoeröffnung sollten Sie stets die konkrete Broker-Gesellschaft, ihren aktuellen Registrierungsstatus und den für Ihren Wohnsitz maßgeblichen Rechtsrahmen prüfen. Vergleichen Sie außerdem Kosten, Ausführungsbedingungen, Produktauswahl und Risikohinweise. Handeln Sie gehebelte Instrumente nur, wenn Sie deren Funktionsweise verstehen und einen vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals finanziell verkraften können.

Warum Sie RationalFX vertrauen sollten

Wenn es darum geht, fundierte Entscheidungen über Forex-Broker zu treffen, ist es entscheidend, sich auf vertrauenswürdige Quellen zu verlassen. RationalFX, ein Unternehmen mit über 20 Jahren Erfahrung seit seiner Gründung im Jahr 2005, hat sich als glaubwürdige Autorität in der Branche etabliert. Mit einer beeindruckenden Sammlung von über 2500 Bewertungen auf Trustpilot und einer Bewertung von 4.2 ist klar, dass Rational FX einen hervorragenden Ruf für die Bereitstellung zuverlässiger und objektiver Informationen aufgebaut hat.

Was Rational FX auszeichnet, ist sein rigoroser Bewertungsprozess, der über 30 verschiedene Kriterien bei der Auswahl von Forex-Brokern berücksichtigt. Dieser umfassende Ansatz stellt sicher, dass jeder Aspekt der Dienstleistungen eines Brokers berücksichtigt wird, einschließlich Regulierung, Forex-Spreads, Handelsplattformen, Einzahlungsmethoden und Ruf. Mit seiner umfangreichen Erfahrung, dem transparenten Bewertungsprozess und herausragendem Kundenfeedback ist Rational FX eine vertrauenswürdige Quelle für alle, die zuverlässige Informationen über Forex-Broker suchen. Sie können uns per E-Mail unter feedback@rationalfx.com erreichen oder über unsere Social-Media-Kanäle hier kontaktieren: Facebook, YouTube oder hier Feedback hinterlassen.